Der Vectoflow Kalibrierkanal

Damit eine Strömungssonde ihre Messgenauigkeit erreicht, muss sie kalibriert werden. Dafür verfügt Vectoflow über einen eigenen Windkanal.
Vectoflow Windkanal zur Kalibrierung von Sonden

Funktionsweise

 
Voraussetzung für zuverlässige Messergebnisse ist eine professionelle Kalibrierung der Sonden. Bei der Kalibrierung wird die Beziehung zwischen anliegendem Druck und der gemessenen Geschwindigkeit definiert. Dazu wird die Sonde in ein von einem Windkanal erzeugtes, bekanntes Strömungsfeld gehalten. Durch Rotation und Veränderung des Anstellwinkels der Sonde werden die Drücke in verschiedenen Messpunkten ermittelt. Aus diesen lassen sich die Kalibrierfaktoren der Sonde berechnen. Werden die Sonden anschließend in ein unbekanntes Strömungsfeld gehalten, kann über den gemessenen Druck und die zuvor bestimmten Kalibrierfaktoren auf die unbekannte Geschwindigkeit dieser Strömung geschlossen werden.
Rake in Turbine
Basis einer jeden Kalibrierung ist ein möglichst guter Freistrahl – ein konstanter, homogener Luftstrom mit geringer Turbulenz. Ein 90 kW Asynchronmotor treibt über einen Riementrieb 2 Radialverdichter an. Die verdichtete Luft wird in einer Beruhigungskammer durch mehrere Siebe und Gleichrichter geleitet, um sie zu homogenisieren. Verschiedene Düsen mit einer speziellen, auf geringen Druckverlust optimierten Geometrie, beschleunigen die verdichtete Luft wieder. Damit lassen sich Geschwindigkeiten zwischen 1 m/s und Mach 1,4 erzeugen. Die Sonden werden von einer 2-Achs-Traverse (Roll- und Gierwinkel) auf 0,05° genau positioniert und so im vom Kunden definierten Geschwindigkeits- und Winkelbereich kalibriert.

Leistungsparameter des Windkanals

Winkelbereich±165° (Gierachse), ±180° (Rollachse)
Maximale Leistung90 kW
Geschwindigkeitsbereich1 m/s bis Mach 1,4
RegelungsartenMachzahl, Luftgeschwindigkeit (m/s), Reynoldszahl
Zeitliche Geschwindigkeitsabweichung±0,25% (bei Ma 0,1)
Sonde im Kalibriekanal
3D Drucker